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Kunst des Menschseins - Leben zwischen Schwere und Spiritualität

Ernst Barlach, geboren am 2. Januar 1870 in Wedel bei Hamburg, war ein deutscher Bildhauer, Medailleur, Zeichner und Schriftsteller, der mit seinen Werken eine einzigartige Verbindung von Spiritualität, existenzieller Tiefe und formaler Ausdruckskraft schuf. Um das Wesen dieses Ausnahmekünstlers zu erfassen, lohnt es sich, auch die Eigenschaften seines Sternzeichens Steinbock in den Blick zu nehmen, das viele Aspekte seines Lebens und Schaffens prägen sollte.

Kindheit und Jugend: Die Wurzeln des Ernsthaften

Ernst Barlach wuchs in einem bürgerlichen, jedoch nicht wohlhabenden Elternhaus auf. Der frühe Tod seines Vaters prägte ihn nachhaltig und verstärkte seine ernste, nachdenkliche Persönlichkeit. Bereits in jungen Jahren zeigte er ein ausgeprägtes Interesse an Kunst und Literatur.

Der Steinbock, ein Erdzeichen, ist bekannt für seine Disziplin, Ernsthaftigkeit und Zielstrebigkeit. Diese Eigenschaften waren in Barlachs Leben und Schaffen allgegenwärtig. Schon in seiner Jugend zeigte er einen starken Willen, sich selbst und die Welt um ihn herum zu verstehen.

Studium und erste künstlerische Schritte

Barlach begann 1888 sein Studium an der Kunstgewerbeschule in Hamburg und setzte es ab 1891 an der Akademie der Bildenden Künste in Dresden fort. In dieser Zeit beschäftigte er sich intensiv mit der akademischen Bildhauerei, zeigte jedoch früh den Drang, über bloße Handwerkskunst hinauszugehen. Steinböcke streben danach, hohe Ziele zu erreichen, und so suchte Barlach stets nach einer tiefen Verbindung zwischen Form und Bedeutung.

Eine entscheidende Wende in seinem Leben brachte eine Reise nach Russland im Jahr 1906. Die Begegnung mit der Volkskunst und den einfachen, spirituell aufgeladenen Ausdrucksformen der russischen Kultur veränderte seine künstlerische Ausrichtung grundlegend. Fortan stand der Mensch mit seiner inneren Welt und seinen existenziellen Kämpfen im Zentrum von Barlachs Werk.

Der Einfluss des Sternzeichens Steinbock auf seine Kunst

Der Steinbock wird vom Saturn regiert, dem Planeten der Zeit, des Schicksals und der Verantwortung. Diese Einflüsse zeigen sich deutlich in Barlachs Werken, die oft von Schwere, Ernsthaftigkeit und einer tiefen Verbindung zu grundlegenden menschlichen Erfahrungen geprägt sind. Seine Figuren – oft gebeugte, in sich gekehrte Gestalten – verkörpern die Last des Lebens, aber auch die Würde, die im Durchhalten und Überwinden von Schwierigkeiten liegt.

Der Steinbock gilt außerdem als ein Zeichen, das für Struktur und Tradition steht. Barlach entwickelte eine unverwechselbare, monumentale Formensprache, die auf klaren Linien und reduzierten Formen basiert. Zugleich zeigen seine Werke eine tief verwurzelte Ehrfurcht vor der Geschichte und den zeitlosen Werten des Menschseins.

Höhepunkte seines Schaffens

In den 1910er und 1920er Jahren schuf Barlach einige seiner bekanntesten Werke, darunter „Der Schwebende“ (1927), ein bronzener Engel, der in der Güstrower Domkirche hängt. Dieses Werk verkörpert wie kaum ein anderes Barlachs Fähigkeit, das Irdische und das Geistige zu verbinden – eine Eigenschaft, die Steinböcken mit ihrem Streben nach dem Erhabenen und Bleibenden oft nachgesagt wird.

Neben seiner Bildhauerei schrieb Barlach Dramen und Prosawerke, die sich mit ähnlichen Themen wie seine bildnerischen Arbeiten auseinandersetzen: dem menschlichen Leid, der Suche nach Sinn und dem Verhältnis von Individuum und Gesellschaft.

Herausforderungen und Standhaftigkeit

Die 1930er Jahre waren für Barlach von zunehmenden Schwierigkeiten geprägt. Die Nationalsozialisten diffamierten seine Werke als „entartet“ und entfernten viele seiner Skulpturen aus öffentlichen Räumen. In dieser Zeit zeigte sich jedoch die zähe, ausdauernde Natur des Steinbocks: Trotz der Anfeindungen hielt er an seinen Überzeugungen und seiner künstlerischen Vision fest.

Sein innerer Rückzug in diesen Jahren spiegelt die Steinbock-Tendenz wider, in Krisenzeiten auf sich selbst und die eigenen Prinzipien zu vertrauen. In seinen letzten Arbeiten – oft geprägt von noch größerer Einfachheit und innerer Sammlung – zeigt sich Barlachs unerschütterlicher Glaube an die Kraft der Kunst als Ausdrucksmittel für die ewigen Fragen des Lebens.

Erbe und Bedeutung

Ernst Barlach starb am 24. Oktober 1938 in Rostock, doch sein Werk lebt weiter. Seine Skulpturen, Zeichnungen und Schriften sind zeitlose Zeugnisse einer Kunst, die weit über das Äußere hinausgeht und das Innerste des Menschen berührt.

Barlachs Leben und Schaffen verkörpern viele Eigenschaften des Steinbocks: die Fähigkeit, Widrigkeiten standzuhalten, die Hingabe an eine tiefere Wahrheit und das Streben nach etwas Bleibendem. Wie ein Steinbock erklomm er in seinem Leben symbolisch den Berg der Kunst, stets bemüht, die Balance zwischen der Schwere des Irdischen und der Leichtigkeit des Geistigen zu finden. Dieses Streben macht sein Werk auch heute noch zu einem Leuchtturm der Menschlichkeit.